Die Verkehrsbranche verliert durch den Tod von Karl-Hartmut Blesik nicht nur einen besonders fähigen, konstruktiv-kritischen Kopf, sondern auch einen couragierten, mutigen Mann.

Er war ein Ingenieur, der fachlich grosse Anerkennung gefunden hat und sich speziell in den Restrukturierungsgebieten Ostdeutschlands einen Namen als realistisch denkender Mensch mit Visionskraft, grosser Willenskraft und Tatkraft gemacht hat. Die Menschen besonders in der Region Dresden verdanken seinem persönlichen, unermüdlichen Engagement viel.

Karl-Hartmut Blesik hat sich in besonderer Weise auch für das Verkehrssystem Transrapid engagiert. Stets hat er sinnvolle Anwendungen und Einsatzgebiete für die Magnetbahntechnologien konstruktiv diskutiert und unterstützt. Zugleich war er jedoch stets auch ein kritischer Beobachter der Entwicklungen, der die Potentiale konventioneller Rad-Schiene-Systeme betonte, wo immer dies sachlich angemessen war.

Sein Blick auf Technologien war von Fragen nach Wirkung und Sinn ihrer Anwendung geprägt. Fragen des langfristigen Nutzens für die Gesellschaft (Mensch, Stadt, Raum) standen stets im Zentrum seiner Abwägungen.

Er hat sich von einseitigen Interessengruppen nicht vereinnahmen lassen und auch notwendige Konflikte nicht gescheut. Er war ein unabhängiger Fachmann, dessen Lebensleistung hohe Anerkennung verdient.

Das IMB trauert um einen verdienten, lebensfrohen Mann.

Wir erhalten diese Seite, um uns gern an ihn als Mensch, Kollege und Fachmann zu erinnern. 

für das International Maglev Board

Johannes Kluehspies 

Martin Retzmann

 


Historie

Dipl.-Ing. Karl-Hartmut Blesik hat sich als selbständiger Berater auf den Gebieten Verkehrswesen, Informationstechnologie und Informatik etabliert. Als Systemanalytiker fokussiert und analysiert er komplexe Problemlagen und baut tragfähige Verständnisbrücken zwischen dem Kunden und den spezialisierten Anbietern von Teillösungen auf. 

Dipl.-Ing. Karl-Hartmut Blesik war lange Jahre hinweg als Lehrbeauftragter an der Technischen Universität Darmstadt tätig und ist weiterhin für die Universität Dusiburg-Essen als Lehrbeauftragter aktiv.

Ein spezieller fachlicher Input ist das Systemengineering, die ganzheitliche Betrachtung komplexer Zusammenhänge im Verkehrswesen, insbesondere im ÖPNV, dem Eisenbahnwesen und dem Strassenbetriebsdienst. Kennzeichnend hierfür ist die Zusammenführung technischer, betrieblicher, organisatorischer und wirtschaftlicher Komponenten unter Betrachtung der gesamten Lebensdauer eines Projektes oder Produktes. Eine weitere Spezialisierung ist hier für das Thema der Magnetschnellbahntechnologien erfolgt, speziell zum deutschen Transrapid-System.

Dipl.-Ing. Blesik verfügt über umfassende Erfahrung im Softwareengineering und der Informationstechnologie und arbeitet mit kleinen, kreativen, geistig wie räumlich flexiblen Teams.