Kapitel 5: Der Bau von Magnetschnellbahnwegen wird kostengünstiger

Die Kosten für den Bau von Hochgeschwindigkeits-Infrastruktur bei Rad-Schiene oder Magnetschnellbahn haben sich durch technologische Entwicklungen der letzten Jahre weitgehend angenähert. Für Magnetschnellbahnen sind zudem weitere Kostenreduzierungspotenziale zu erwarten. Für topographisch anspruchsvolle Strecken bieten Magnetschnellbahnen aber bereits heute deutliche Kostenvorteile bei der Infrastrukturerstellung.

Magnetschwebebahnen bewältigen Steigungen von 10% und mehr mit Hochgeschwindigkeit, anstatt wie die Rad-Schiene-Eisenbahn systemtechnisch auf maximal 4% Steigung limitiert zu sein. Magnetbahnen können sich leichter an die Geländeformen anpassen und benötigen daher deutlich weniger Tunnel. Gerade im Hügelland hat dies enorme Kosteneinsparungseffekte bei der Infrastrukturerstellung.

Neue Fertigungsverfahren im Trassenbau, zum Beispiel die Schleuderbeton-Bauweise der Fahrwegsträger oder andere modulare Fertigungskonzepte ermöglichen Massenfertigung zu deutlich reduzierten Kosten. Magnetbahntrassen auf Pfeilerfundamenten sind im Hügelland erheblich kostengünstiger als die massiven, teuren Erdaufschüttungen  und Bahndämme, wie sie in ganzer Länge für Rad-Schiene-Systeme meistens notwendig sind. Magnetbahnfahrwege können ohne besondere zusätzliche Brückenkonstruktionen über die meisten Hindernisse hinweg geführt werden. Höhengleiche Kreuzungen mit anderen Verkehrswegen und Kollisionen werden zugleich  ausgeschlossen.

Im Falle einer Aufständerung ist eine anderweitige Nutzung des Bodens unter der Strecke weiterhin möglich.