Die Magnetbahn (Maglev) Charta

Unterstützer der Magnetbahn Charta befürworten eine faktenbasierte Betrachtung von Magnetbahnen, eine projektbasierte Bewertung von Magnetbahnen im konkreten Einzelfall sowie einen fairen, wissenschaftlich fundierten Vergleich mit konventioneller Rad-Schiene und dem Flugzeug. Magnetbahnen aller Technologien sollen dort gefördert werden, wo sich ihr Einsatz auf Basis objektiver Abwägungen als sinnvoll erweist. Besonders wichtige Beurteilungskriterien hierbei sind langfristige volkswirtschaftliche, gesellschaftliche Wirkungen und Life Cycle Costs (Lebensdauerkosten).

Diese Charta ruft somit dazu auf, Magnetbahntechnologien zukünftig bei allen relevanten Verkehrsinfrastrukturplanungen in Planungswettbewerbe und Abwägungen einzubeziehen – systemoffen, sinnorientiert und fair.

Magnetbahntechnologien sind keine „Wunder-Technik zur sofortigen Lösung aller Mobilitätsprobleme“ – doch sie lassen in bestimmten Fällen einen hohen Beitrag zur Gestaltung effizienter Mobilität erwarten. Magnetbahntechnologien sind zukunftweisend, innovativ und aus volkswirtschaftlicher Perspektive wichtig.

Die Förderer stimmen den grundsätzlichen Aussagen der Charta gesamtheitlich zu. Individuell unterschiedliche Schwerpunktsetzungen, abweichende Meinungen zu Detailfragen oder Präferenzen für ein bestimmtes System bleiben davon unberührt.

Eine geeignete Planung und Realisierung vorausgesetzt, kann für Magnetbahnen grundsätzlich gelten:

  1. Energie-effiziente und umweltschonendere Mobilität durch Magnetbahnen
  2. Mit attraktiven Reisezeiten den Kurzstreckenflugverkehr ersetzen
  3. Intercity-Mobilität wird effizienter
  4. Sicherheit und Komfort erreichen höchstes Niveau
  5. Der Bau von Magnetschnellbahnwegen wird kostengünstiger
  6. Hochgeschwindigkeit und langsamer Verkehr brauchen separate Wege
  7. Versuchsanlagen sind Voraussetzung für Innovationserfolge
  8. Langfristiger gesellschaftlicher Nutzen statt nur kurzfristige Bilanzaufwertung
  9. Magnetbahnen sind zukunftsweisend, innovativ und wichtig.